Wie die
Digitalisierung
unsere Welt
verändert hat

Nachdem der Mensch im 19. Jahrhundert den Strom erfunden hatte, wurde diese heute unersetzliche Erfindung erst langsam ein fixer Teil seines Alltags. Es mussten Geräte und Maschinen gebaut werden, die für die Menschen praktisch anwendbar waren und dabei auch leistbar blieben. Es mussten auch zuerst überall auf der Welt Kraftwerke gebaut werden, welche genug Strom erzeugen konnten. Die anfängliche Angst vor diesem funkensprühenden Ding konnte der Mensch erst langsam ablegen. Doch seit Erfindungen wie etwa die Glühbirne, die Eisenbahn, die Straßenbahn, das Radio und das Fernsehen in unserem Alltag Platz fanden, sind sie nicht mehr wegzudenken. Die Technik hinter diesen Sachen wurde von Erfindern und Unternehmern ständig weiterentwickelt, oft indem sie jahrelang in ihren Werkstätten tüftelten.

Heute leben wir bereits im „digitalen Zeitalter“, was im Grunde bedeutet, dass in fast jedem mit Strom betriebenen Alltagsgerät ein kleiner Computer arbeitet. Diese Webseite zeigt dir, wie die sogenannte „Digitalisierung“ unsere Kommunikation, unseren Medienkonsum und somit auch unsere Wohnzimmer verändert hat. Dabei erfährst du auch etwas über die neuesten Entwicklungen der Energie AG und wo sie in unserem Alltag anzutreffen sind. Wenn du mehr von der Geschichte der Digitalisierung der Welt und über die letzten spannenden Schritte von 1970 bis in die Gegenwart lernen willst, dann steig über einen der drei Buttons ein! Du kannst beginnen wo du möchtest, wir empfehlen jedoch den Einstieg im Jahr 1970.

Viel Spaß!

Fernsehen in den 1970er-Jahren

Du siehst auf der Couch liegend gemütlich fern und willst den Sender wechseln? Dann hättest du Anfang der 1970er-Jahre wahrscheinlich noch aufstehen und zum Fernseher gehen müssen, um den Senderwahlknopf zu drehen, denn eine Fernbedienung gab es damals noch nicht für jeden Fernseher. Auch sonst war Fernsehen damals noch nicht so spaßig, denn es war alles in Schwarz-Weiß und die Tonqualität war im Vergleich zu heute relativ schlecht. Viele Schauspieler und Politiker rollten das „r“ angeblich sogar absichtlich stärker, damit man sie im Fernsehen besser verstehen konnte! Die Fernseher der 1970er hatten bis zu 10 Programmknöpfe, und viele Sender gab es ohnehin nicht. ORF 1 und ORF 2 hießen noch FS1 bzw. FS2 (FS stand für „Fernsehen“). Fernseher kosteten damals umgerechnet bis zu 10.000 Euro, weshalb viele lieber zu den Nachbarn fernsehen gingen. Die größeren Fernseher waren sehr schwer und um ein gutes Bild zu empfangen mussten deine Eltern und Großeltern immer wieder die Antenne einstellen, um das Rauschen im Bild wegzubringen. Übrigens gab es mittags eine Sendepause, und auch nachts wurden keine Sendungen gebracht, stattdessen war nur ein buntes „Testbild“ zu sehen und ein durchgehender Piepton zu hören. Erst gegen Ende dieser Ära wurde das Farbfernsehen leistbar und bis Mitte der 1980er-Jahre hatten viele Haushalte schon einen Videorekorder, um die Lieblingsfilme und -sendungen aufnehmen zu können.

Musik hören in den 1970er-Jahren

Der Plattenspieler war bis in die 1960er weit verbreitet und wer zu Hause Musik hören wollte, konnte nur zwischen ihm und verschiedenen Radiosendern wählen. Anfang der 1970er-Jahre wurde dann die Kompaktkassette eingeführt und das kompakte Kassettenradio stand bald in fast jedem Haushalt. Viele zeichneten damit ihre Lieblingssendungen auf Kassetten auf und erstellten sich einfach eine Sammlung ihrer Lieblingslieder! Doch die Kassetten boten wenig Speicherplatz und eine recht schlechte Qualität, die Handhabung war außerdem mühsam, denn man musste sie nach der Hälfte der Spielzeit herausnehmen und umdrehen. Gegen Ende der 1970er-Jahre konnten die Menschen mit dem Walkman endlich auch unterwegs Musik hören – eine Revolution in der Musikgeschichte!

Heizen und Wohnen in den 1970er-Jahren

Vor und während des Zweiten Weltkriegs waren Holz und Kohle in den westlichen Industrieländern die wichtigsten Heizstoffe für Wohnungen und Häuser. Erst nach Kriegsende wurde wegen niedrigerer Preise mehr und mehr auf Öl- und Gasheizungen umgestellt. Bisher konnten meist nur einzelne Räume beheizt werden, aber die Zentralheizung leitete das Warmwasser und somit Wärme in die Heizkörper mehrerer Zimmer. In den 1970er-Jahren schränkten die erdölfördernden Länder wie Kuwait, Libyen und Saudi-Arabien ihre Öl-Lieferungen aus politischen Gründen ein, wodurch die Preise stark anstiegen. Die Abhängigkeit Europas vom Erdöl anderer Länder wurde immer mehr als großes Problem gesehen. Öl und Gas verloren durch diese sogenannten „Ölkrisen“ ihren Anreiz. Doch immer noch setzten viele Österreicher vorwiegend auf Heizungen, welche durch die Verbrennung dieser fossilen Brennstoffe ihre Häuser und Wohnungen erwärmten.

Telefonieren in den 1970er-Jahren

In den 1970er-Jahren war es noch längst nicht selbstverständlich, jeden immer und überall telefonisch erreichen zu können. Manche ländliche Regionen wurden in Österreich sogar erst 10 bis 20 Jahre später vernetzt, weshalb viele Leute zum Nachbarn oder sogar in die nächste Ortschaft fahren mussten, um ein Telefonat zu führen. Die damaligen Haustelefone boten nur eine recht schlechte Tonqualität und waren mit einer Wählscheibe ausgestattet, auf welcher man beim Tätigen eines Anrufs jede Ziffer einzeln „drehen“ musste. Diese Telefone mussten immer am Telefonanschluss hängen, man saß also während des Gesprächs immer neben dem Apparat – und schaute dabei auf die Zeit, denn Freiminuten gab es damals noch nicht. Wollte man sich mit einem Freund verabreden, so musste einerseits das Familientelefon frei und außerdem der andere überhaupt zuhause sein. Eine weitere Möglichkeit jemanden anzurufen waren Telefonzellen im öffentlichen Raum, die es bis heute dort und da noch gibt. Erste Mobiltelefone waren in dieser Zeit zwar schon verfügbar, aber sie waren sehr, sehr teuer und brauchten enorm viel Platz. Oft wurden sie als Autotelefone eingesetzt und durch die Größe der Geräte war rasch der ganze Kofferraum voll!

Computer in den 1970er-Jahren

Der Weg von der Schreibmaschine zur computerunterstützten Textverarbeitung war lang: Viele hatten zwar schon eine Schreibmaschine zu Hause, oft allerdings noch eine komplizierte mechanische Version. Viele Schreibmaschinen ermöglichten inzwischen immerhin das einfache Löschen von falsch eingetippten Buchstaben. In den 1970er-Jahren entwickelte dann die Firma Intel den ersten in Serie produzierten Mikroprozessor: Die damit ausgestatteten Computer hatten aber noch keine Maus, und auch die Tastatur und der Monitor wurden erst viel später zur Standardausstattung. Ein Privatanwender konnte somit noch nichts Sinnvolles damit anfangen. Dennoch waren Computer schon seit den 1960er-Jahren weltweit im Einsatz, etwa für die Raumfahrt. Ab 1977 kamen die Personal Computer (PCs) für den Privatanwender auf den Markt. Doch noch immer waren sie sehr teuer, umfassten wenig Speicher und waren kompliziert zu bedienen.

Speichermedien in den 1970er-Jahren

In dieser Zeit kamen die ersten 5,25-Zoll-Disketten auf den Markt, die damals noch ca. so groß wie eine CD-Hülle waren. Die Speicherkapazität dieser Disketten lang anfangs noch weit unter einem Megabyte. Im Jahr 1982 wurde schließlich die 3,5-Zoll-Diskette von Sony auf den Markt gebracht, die ein wenig kleiner war und dabei eine erhöhte Speicherkapazität von ca. 1,4 Megabyte umfasste. Diese permanenten Speichermedien waren im alltäglichen Leben der PC-Anwender bis zur späteren Erfindung der CD-ROM nicht mehr wegzudenken. Nicht nur Dokumente und Programme, auch viele Spiele wurden auf diesem Speichermedium veröffentlicht. Vielleicht haben deine Eltern noch immer welche zu Hause herumliegen?

Fotografieren in den 1970er-Jahren

Erfunden wurde die Fotografie bereits 1830, doch sie blieb aufgrund der hohen Kamerapreise lange Zeit den wohlhabenderen Teilen der Bevölkerung vorbehalten. Trotzdem war es schon um das Jahr 1900 üblich, dass sich ganze Familien vor der Linse versammelten und vom professionellen Fotografen ablichten ließen. Für das analoge Fotografieren verwendete man 1970 meistens „Rollfilme“, also ein lichtempfindliches Medium, auf dem das Bild gespeichert wurde. Das funktionierte, indem der Auslöser gedrückt und so die Kamerablende kurz für das einfallende Licht geöffnet wurde. Das Bild prägte sich dadurch auf dem Filmmaterial ein und musste später nur noch entwickelt werden. Hierfür waren ein absolut dunkler Raum und Wasserbad mit chemischen Zusätzen nötig, was die meisten aber natürlich nicht selbst zuhause hatten! Vergleichsweise war die Fotografie früher also sehr kompliziert. Deine Eltern mussten nach dem Fotografieren die Filme anfangs sicher noch zu einem Geschäft bringen, in welchem man die Filme entwickeln lassen konnte. Erst ein paar Tage bis Wochen später konnten Sie die fertigen Fotos schließlich abholen.

Fernsehen in den 1990er-Jahren

In den 1990er-Jahren kamen die ersten Flachbildfernseher auf den Markt, welche die klobigen und schweren Röhrenfernseher zu verdrängen begannen. Die neuen LCD- und Plasma-Fernseher waren plötzlich nur mehr wenige Zentimeter tief und konnten sogar direkt an die Wand geschraubt werden. Sie glänzten mit hoher Bildqualität und strahlender Farbdarstellung. Ein DVD-Player (Digital Versatile Disc, englisch für digitale vielseitige Scheibe) gehörte bald zur Standardausstattung der Haushalte und die Zahl der empfangbaren Sender – vor allem deutscher Sender – stieg stetig an. Vorreiter waren die seit ca. 1990 über Satellit empfangbaren deutschen Privatsender RTL und Sat 1, die sich über Werbung finanzierten – im Gegensatz zu den öffentlich-rechtlichen Sendern wie ORF, ARD und ZDF, welche Gebühren von den Zusehern einheben. Das bisher jahrzehntelang übliche Bildformat von 4:3 wurde überall vom breiteren 16:9 abgelöst, auch der ORF stellte 2007 auf dieses Seitenverhältnis um. In den 1990er-Jahren wurde außerdem das über Kabel empfangbare Digitalfernsehen entwickelt und schließlich 2006 auch in Österreich eingeführt.

Musik hören in den 1990er-Jahren

Eine wichtige Weiterentwicklung im Musikbereich war die Erfindung der CD (Compact Disc, englisch für kompakte Scheibe). Sie speichert die Daten und somit auch die Musik als digitale „Bits“ und nicht mehr auf analogen Bändern wie die Kassette. Die Tonqualität ist bei der CD sehr gut und kann eigentlich nicht mehr hörbar verbessert werden. Die CD-Player fanden in den 1990er-Jahren in fast allen Haushalten ihren festen Platz und wurden rasch für jeden leistbar. Auch tragbare CD-Player mit Kopfhörern waren unter Jugendlichen angesagt und waren der direkte Vorläufer von MP3-Playern und Smartphones. Apropos MP3: Dieses Datenformat konnte plötzlich den Speicherbedarf von Songs auf wenige Megabyte verringern und war somit perfekt für die geringen Speicherkapazitäten der Festplatten und das Schneckentempo des damaligen Internets. Ab 1999 konnten die selbsterstellten oder heruntergeladenen MP3-Dateien auf den neuen MP3-Playern abgespielt werden, welche locker in der Hosentasche Platz fanden. Die CD-Käufe brachen ab den 2000er-Jahren wegen der „raubkopierten“ Musik stark ein. Und auch die Erfindung des CD-Brenners war hier eine sehr einflussreiche Entwicklung.

Heizen und Wohnen in den 1990er-Jahren

Schon ab den 1980er-Jahren nahm der Anteil der Gasheizungen stärker zu, dafür wurden immer seltener Ölheizungen in den Häusern verbaut. Vor allem nach dem Jahr 2000 begannen mehr und mehr Menschen, auch mit Fernwärme zu heizen. Bei der Fernwärme stieg man dann laufend auf biogen erzeugte Fernwärme um, die in den Fernwärmekraftwerken nicht mehr durch die Verbrennung von Erdgas und Heizöl erzeugt wurde, sondern durch die ökologisch sinnvollere Verbrennung von Biomasse (Holz, Abfall und landwirtschaftliche Produktionsabfälle). Solarenergie spielte zu dieser Zeit noch eine sehr kleine Rolle, doch immer mehr „Häuslbauer“ versuchten seit den 1990ern mit Solarpanelen auch die Kraft der Sonne zu nutzen, um ihre Wohnzimmer zu heizen.

Telefonieren in den 1990er-Jahren

Anfang der 1990er-Jahre kamen die ersten leistbaren Handys für den Normalverbraucher auf den Markt. Die große Revolution war das damals noch nicht, denn sie waren schwer und viel zu groß, um in die Hosentasche zu passen. Erst ein paar Jahre später waren einige kleinere (Klapp-)Handys erhältlich, und die Erfindung der SMS gab den Menschen nun eine unkomplizierte und schnelle Kommunikationsmöglichkeit. Doch bis genug Menschen ein Handy hatten, und diese SMS auch empfangen konnten, mussten erneut einige Jahre vergehen. Erst um die Jahrtausendwende wollten sich mehr und mehr Leute ein Mobiltelefon für private Zwecke leisten. Und sogar ins Internet konnte man sich mit manchen Modellen schon einloggen, auch wenn es umständlich zu bedienen und sehr langsam war, und man auf den kleinen Bildschirmen nur reduzierte Versionen der Webseiten betrachten konnte. Zu Hause löste inzwischen das digitale Tastentelefon längst die Wählscheibe ab.

Computer in den 1990er-Jahren

Bis 1990 hatte sich viel getan: Das Internet stand jetzt bereits in den Startschuhen, aber es war nur über die Telefonleitung nutzbar und somit sehr langsam. Außerdem waren noch sehr wenige nützliche Onlinedienste verfügbar. Microsoft Word und Excel waren für Privatanwender ab 1990 sinnvoll einsetzbar, etwa um Briefe zu verfassen und über Ausgaben und Einahmen Buch zu führen. Schon seit den 1980er-Jahren entwickelte sich der Markt für Computerspiele. Ein wichtiger Einsatzort für Computer war auch die Börse – eine Welt, die von Zahlen beherrscht wird und von der Nutzung von Computern stark profitierte. Auch die Entwicklung des Standortermittlungssystems GPS wurde erst mit dem Computer ermöglicht und hilft bis heute bei der Navigation mittels Onlineroutenplaner. In der Medizin konnten bildgebende Verfahren wie die Computertomographie viele Menschenleben retten, und nicht zuletzt eröffnete die Computeranimation im Film eine neue Welt (1995: Toy Story!). Auch die E-Mail begann ihren Siegeszug und löste langsam aber sicher den handgeschriebenen Brief ab. Diskussionsforen im Internet regten den Meinungsaustausch der Menschen aus aller Welt auf ungeahnte Weise an, und der Journalismus begann sich durch immer schneller und einfacher veröffentlichte Nachrichten zu verändern.

Speichermedien in den 1990er-Jahren

Durch die Zusammenarbeit der Firmen Philips und Sony konnte im Jahr 1982 die CD (Compact Disc) auf den Markt gebracht werden, was einen wichtigen Schritt auf dem Weg in die digitalisierte Gegenwart bedeutete. Die erste in Serie produzierte Audio-CD war mit „The Visitors“ das letzte Studioalbum der Kultband ABBA – ein Meilenstein in der Geschichte der CD! Trotz Preisen von bis zu 1.000 US-Dollars für einen CD-Player wurden in den USA bereits im ersten Jahr 30.000 CD-abspielende Geräte sowie hundertausende Musik-CDs verkauft. Auch in den meisten Computern waren Mitte der 1990er-Jahre schon ein CD-ROM-Laufwerk (ROM = „read only memory“, also nicht beschreibbar) sowie ein 3,5-Zoll-Disketten-Laufwerk eingebaut. Auch die selbstbeschreibbare CD-R (Compact Disc Recordable) wurde schon 1992 zwar für den Massenmarkt verfügbar, doch die dafür benötigten CD-Brenner waren noch sehr teuer. Oft ließ man sich CDs daher von den Freunden „brennen“. Die digitale Speicherung von Daten löste mit Ende der 1990er-Jahre und vor allem nach dem Jahrtausendwechsel die kleinen und langsamen Disketten komplett ab. Der neueste Trend waren die CD-ROMs, doch auch erste USB-Sticks mit sehr geringen Speicherkapazitäten gab es.

Fotografieren in den 1990er-Jahren

Nun begann das Zeitalter der Digitalkamera! Eigentlich sind die „analogen“ Kameras und neuen Digitalkameras technisch gleich aufgebaut. Der Unterschied liegt vor allem darin, dass bei Digitalkameras das Licht durch die Linse nicht auf einen Rollfilm sondern auf einen elektronischen Sensor fällt. Die Digitalkamera speichert das Bild auf ein digitales Speichermedium, üblicherweise eine SD-Karte („sichere digitale Speicherkarte“). Die erste derartige Kamera für den Konsumenten war die „Dycam Model 1“ aus dem Jahr 1990. Die ersten Digitalkameras waren aber noch klobig und teuer und boten sehr wenig Speicherplatz. Es folgte eine Welle von Nachahmern aller größeren Hersteller wie Fuji, Minolta, Kodak und Olympus und ab 1996 begannen die Digitalkameras ihren Siegeszug in unsere Haushalte. Viele Familien wollten Digitalkameras für das Knipsen von Urlaubsfotos schon bald nicht mehr missen. Die digitale Fotografie revolutionierte unseren Alltag durch ihre unkomplizierte und kostensparende Arbeitsweise: Man brauchte keine Filme mehr kaufen und konnte nahezu endlos viele Fotos machen.

Fernsehen heute

Die heute verbreiteten modernen OLED-Fernseher bieten noch bessere Bildqualität als LCD- und Plasma-Fernseher und können von allen Blickwinkeln ohne Einschränkungen betrachtet werden, außerdem sind diese noch flacher. Doch der Trend geht heute eindeutig in Richtung Streaming: Immer mehr junge Menschen sehen ihre Lieblingsserien und Filme über Netflix, Amazon Prime oder viele andere Streamingdienste im Internet. Der große Vorteil ist natürlich die große Auswahl an Filmen, die zu jeder Zeit abgerufen werden können. Fernseher, die eine solche Technik noch nicht eingebaut haben, können mit einem HDMI-Streaming-Stick aufgerüstet werden und empfangen so über W-LAN den Film direkt auf den Bildschirm. Auch das Smartphone und Laptops machen dem Fernseher unter Kindern und Jugendlichen schon länger Konkurrenz – wohl auch weil es bequemer ist, im eigenen Zimmer eine Serie anzusehen anstatt mit den Eltern über das Fernsehprogramm zu diskutieren!

Musik hören heute

Obwohl viele Menschen heute eine Platten-, Kassetten- oder CD-Sammlung aus früheren Zeiten ihr Eigen nennen oder oftmals sogar noch um neue Sammlerstücke ergänzen, hören andere ihre Lieblingsmusik lieber gemütlich auf dem Computer, auf dem Smartphone oder über Youtube. Die im Internet verfügbare Musik ist im letzten Jahrzehnt auf eine unglaubliche Menge gewachsen: Egal ob Spotify, Apple Music, Soundcloud oder Onlineradios, die Auswahl an Anbietern ist unendlich groß und schwer zu überblicken. Natürlich ist das Sammeln von Musik hier schwerer und unübersichtlicher, und wenn ein Streaming-Dienst irgendwann nicht mehr existiert, sind alle dort gespeicherten Playlists futsch! Zentral ist für diese moderne Art des Musikhörens das Smartphone. Und in Verbindung mit einem akkubetriebenen mobilen Lautsprecher ist die gestreamte Lieblingsmusik in guter Tonqualität schnell zum Campen, an den Strand oder in den Park mitgebracht – vorausgesetzt du hast dort Internet.

Heizen und Wohnen heute

Auch heute heizen immer noch hundertausende Österreicher mit einer alten Ölheizung, aber wegen hoher Heizkosten sind sie immer unbeliebter geworden. Manche österreichische Bundesländer überlegen sogar schon, die Neuerrichtung von Ölheizungen zu verbieten. Die neueste Entwicklung in der digitalisierten Alltagswelt sind automatisierte Heizungen, die mit einer App angesteuert werden. Die Idee hinter diesen fernsteuerbaren technischen Geräten nennt man „Smart Home“, und auch andere Geräte wie Kühlschränke und Rollläden können in diesem System vernetzt und ansteuerbar sein. Dafür ist ein Computernetzwerk im Haus notwendig, mit dessen Router über das Internet von außen kommuniziert werden kann. Die Heizung kann sich dann rechtzeitig automatisch einschalten, wenn das „Smart Home“-System erkennt, dass eine Person gerade von der Schule oder von der Arbeit nach Hause kommt – und dadurch lässt sich einfach Geld sparen. Mit SMART POWER von der Energie AG können Geräte heute einfach per Smartphone aktiviert werden. Die Beleuchtung oder die Umwälzpumpe der Heizung können damit genau dann eingeschaltet werden, wenn der Strom am billigsten ist.

Telefonieren heute

Die größte Neuerung beim Telefonieren ist die Möglichkeit, endlich mit dem Handy richtig im Internet surfen zu können. Ein Vorreiter war hier das erste iPhone von Apple im Jahr 2007, das nebenbei auch den MP3-Player und die Digitalkamera überflüssig machte, sofern man mit geringer Fotoauflösung zufrieden war: Das Smartphone war geboren! Mit der Einführung von Handys waren plötzlich alle und überall direkt miteinander vernetzt, was den Weg für Whatsapp, Facebook und viele andere „soziale Medien“ ebnete. Bei den Tarifangeboten gibt es heute Freiminuten und Frei-SMS inklusive, und sogar ein inkludiertes Datenvolumen für die Webnutzung ist selbstverständlich. Die SMS wird zunehmend von Messengern ersetzt, mit welchen unendlich viele Nachrichten völlig kostenfrei gesendet werden können. Auch die Energie AG ist im Bereich der Telekommunikation mit langjähriger Erfahrung und Know-How tätig. Hervorzustreichen ist das sichere und lichtschnelle Hochleistungsdatennetz auf Glasfaserbasis. Bis heute wurden über 4.500 km mit Endpunkten in allen Gemeinden Oberösterreichs verlegt. Die Energie AG bietet individuelle Lösungen für Internet, VoIP, Security, Server Housing, Standortvernetzung und weitere Dienstleistungen – sowohl im Business- als auch im Privatkundenbereich.

Computer heute

Heutzutage sind Computer wahnsinnig schnell und vergleichsweise günstig, und Speichermangel ist schon lange ein Fremdwort. Die Bedienung eines Computers und die Verwendung des Internets um zu Kommunizieren, zu Spielen, Fernzusehen oder Einzukaufen ist für uns und unsere Eltern schon selbstverständlich geworden. Niemand würde mehr daran denken, eine Schreibmaschine zum Verfassen eines Briefes einzusetzen! Auch ein Laptop ist inzwischen erschwinglich und wird in vielen Schulen im Unterricht eingesetzt. Die Vernetzung aller Geräte steht heute stark im Vordergrund. Früher musste man einen Drucker an den PC anschließen, um etwas auszudrucken – heute kann sogar schon mit dem Smartphone einfach und schnell per W-LAN eine Rechnung oder ein Kochrezept ausgedruckt werden. Mit Skype rufen wir Freunde oder Bekannte im Ausland ohne zusätzliche Kosten an und mittels Videotelefonie sehen wir sie dabei sogar auf dem Bildschirm! Und auch das Einkaufen ist manchmal über das Internet einfach bequemer. Kein Bereich unseres Lebens ist durch den Computer unberührt geblieben. Jeder hat mit dem Smartphone einen in der Tasche und verwendet dieses meistens mehrmals pro Tag zur Kommunikation oder um sich zu informieren. Wir alle sind gespannt, wie sich der Computer auch in den kommenden Jahrzehnten auf unseren Alltag auswirken wird.

Speichermedien heute

Anfang der 2000er-Jahre sah alles bereits ganz anders aus, und CD-R-Laufwerke mit Brennfunktion waren seither in fast jedem neuen PC und Laptop eingebaut. Die USB-Sticks wurden kleiner und günstiger und hatten jetzt mehr Speicherplatz, was sie zu wirklich nützlichen Helferleins machte. Sie gehören heute zur Standardausstattung eines jeden Haushalts. Eine Fotosammlung mit tausenden von Fotos kann heute einfach auf einer externen Festplatte gesichert und in der Hosentasche mitgenommen werden. Andere persönliche Daten sind entweder auch auf einer solchen Platte gesichert oder werden sogar in riesige Cloudspeicher (Dropbox, Google Drive) im Internet hochgeladen. Solche Dienste stellen uns die Daten weltweit über das Internet zur Verfügung und vereinfachen das Arbeiten an unterschiedlichen Orten. Doch auch die bisher genutzten Datenträger durchlebten eine Entwicklung: Die DVD bot plötzlich mit 4,7 GB (Gigabyte) den 7-fachen Speicherplatz einer CD-ROM und wurde zum Standardmedium für Filme, die sich im Gegensatz zu Videokassetten einfach und mit hoher Bildqualität abspielen ließen – ohne Zurückspulen! Inzwischen ist auch der Blu-ray-Standard weitverbreitet. Ganz durchgesetzt hat er sich jedoch noch nicht, denn immer noch werden mehr als doppelt so viele Filme auf DVDs verkauft, als auf Blu-ray.

Fotografieren heute

Mit dem Aufkommen von Smartphones setzten die Digitalkameras ihren Siegeszug fort und wanderten kompakt und eigentlich nur als Nebenfunktion unserer Mobiltelefone in unsere Hosentaschen. Die früheren Handys (heute abwertend „dumbphones“ genannt) konnten zwar auch manchmal mit einer Kamera dienen, doch wie bei den frühen Digitalkameras war die Auflösung zu gering und der Speicher zu klein, um mehr als nur ein paar Schnappschüsse damit zu machen. Auf der Strecke geblieben ist seitdem oft das gedruckte Foto, denn früher wurden noch viel mehr Fotos für das Familienalbum im Bücherregal entwickelt. Nichtsdestotrotz sind unsere Möglichkeiten heute durch die Smartphonekamera schier unendlich: Fotos aus dem Urlaub werden sofort auf dem Messenger an die Verwandten geschickt, wir machen Fotos von den Dingen, die wir über Onlineverkaufsplattformen verkaufen wollen, und wir machen immer wieder Selfies mit unseren Liebsten: So schaffen wir Andenken an Momente und Situationen, die früher wohl erst gar nicht zu einem Foto geworden wären.

Smart Meter sparen Strom!

Ein Smart Meter (englisch für intelligenter Zähler) kann den Stromverbrauch eines Haushalts digital messen und auswerten. Die Daten werden dann einfach zur Abrechnung an den Stromanbieter gesendet. Nicht nur wieviel, sondern auch zu welcher Uhrzeit Strom verbraucht wurde, kann der Smart Meter feststellen. So kann ein Stromfresser im Haushalt identifiziert werden, der im Standby-Modus dauerhaft unnötig Strom verbraucht. Davon profitiert langfristig nicht nur die Geldbörse sondern auch die Umwelt! Ein weiterer Vorteil ist, dass bei einem Umzug ganz genau festgestellt werden kann, ab wann die Kosten dem neuen Mieter zuzurechnen sind. Nach den gesetzlichen Bestimmungen müssen in Österreich bis spätestens 2022 mindestens 95 % aller Kunden auf Smart Metering umgestellt werden. Das hier an der Wand abgebildete „AMIS“ ist das intelligente Smart Meter-Stromsparsystem der Energie AG, das eine digitale Datenübertragung ermöglicht. Das AMIS (Automatic Metering and Information System, englisch für „automatisches Mess- und Informationssystem“) ist zentraler Bestandteil des neuen, intelligenten Stromnetzes.

Mit dem Elektroauto die Umwelt schonen

In der Autobranche werden Alternativen zu den vorherrschenden Treibstoffen Benzin und Diesel immer interessanter. Elektromobilität, also das Fahren mit Strom, verringert den CO2-Ausstoß Österreichs und ist somit eine „saubere“ und nachhaltigere Form der Fortbewegung. Elektroautos können bereits heute mit der Energie-AG-Wallbox geladen werden. Das ist sicher und ermöglicht ein schnelles Laden. Zwischen Wien und Bregenz sind bereits 2.000 Ladestandorte vernetzt und können mit einer Ladekarte genutzt werden. Dafür haben sich elf führende Energieunternehmen zusammengeschlossen (unter ihnen die Energie AG Oberösterreich) und ein flächendeckendes Ladenetz für E-Mobilität geknüpft. Die Energie AG hat aktuell mehr als 20 Ladestationen an attraktiven Standorten errichtet. Auf www.e-tankstellen-finder.com findet man eine interaktive Landkarte aller Ladepunkte Österreichs. Abhängig von der Batteriekapazität und der Ladeleistung muss das Auto unterschiedlich lange laden. Viele verschiedene Umstände spielen für die Ladedauer eine Rolle: Etwa, welcher Batterietyp verwendet wird, mit welcher Ladeleistung Strom "getankt" wird und wie hoch der Ladestand der Batterie des Elektroautos ist. Für 40 Kilometer Fahrdistanz (entspricht in etwa der durchschnittlichen täglichen Fahrleistung in OÖ) und einer Ladeleistung von 3,7 kW (Kilowatt) muss mit einer Ladezeit von 2-3 Stunden an der Wallbox gerechnet werden. Ist die Ladeleistung höher, verkürzt sich die Ladedauer. Bei 11 kW benötigt man somit nur ca. 45 Minuten an der Wallbox.